Ich schreibe. Schon immer. Unglaublich gern. Vor allem mit Stift und Papier. Aber auch mit Tastatur und Bildschirm. Briefe, To-Do-Listen, eine sich ständig erweiternde Bucketlist, seit ein paar Jahren einen Blawg und seit letztem Jahr auch an einem Roman.

Aus unerklärlichen Gründen liebe ich Worte, die auf wundersame Weise ganz wundervolle Texte ergeben. Mit Bedacht gewählte Worte von Autoren, die viel Mühe und Zeit darin stecken, ihre Leser mit Worten zu verzaubern. Die uns in unwirkliche und doch wirklich magische Welten ziehen. Und hoffe dabei, auch irgendwann einmal eigene Leser zu haben, die meine Worte verschlingen wie mein Bruder Eierkuchen mit Nutella.

Meist fällt mir das Schreiben leicht – wohl weil ich es gern tue. Doch manchmal, hin und wieder, da gibt es Zeiten, in denen ich kein Wort zu Papier bringe. In denen mein Roman stillsteht, das Leben der Figuren auf „Pause“ gedrückt ist – und ich nicht schreibe.

„Wie läuft‘s mit deinem Roman?“ hat mein Bruder mich am Mittwoch gefragt. Tja. Was soll ich sagen. Gerade läuft er nicht. Er steht. Still und stumm.

Wäre mein Roman ein Marathonläufer, dann wäre er gerade bei Kilometer 30 und würde sich fragen, ob er noch weiterlaufen oder doch auf den Besenwagen warten soll.

Beunruhigt mich der Stillstand? Ein wenig. Aber doch nicht genug. Denn ich weiß, es geht weiter. Im Leben geht es immer irgendwie weiter. Vielleicht heute, übermorgen oder dann wenn ich es am wenigsten erwarte. Vielleicht mit einem Paukenschlag oder ganz still und leise. Irgendwann wird das letzte Wort getippt, der letzte Punkt gesetzt und die letzte Seite vollendet sein.

Auf ganz wundersame Weise.

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