Meine liebe Schwester Nina hat mich auf die Aktion „Herzbuch“ aufmerksam gemacht – eine Aktion im Rahmen der Kampagne „Vorsicht Buch!“ anlässlich des 20. Welttages des Buches am 23. April 2015.

Na und da lass ich mich doch nicht zweimal bitten. Ich habe natürlich gleich ein Foto von mir und „meinem“ Herzbuch gemacht: Momo von Michael Ende.

Die Wahl des Buches fiel mir nicht leicht. So viele Bücher! Ich schwankte zwischen Momo, Mio, mein Mio und Stolz & Vorurteil, doch Michael Ende konnte sich letztendlich mit einem dynamischen Schlussspurt gegen Astrid Lindgren und Jane Austen durchsetzen (man stelle sich vor: Michael läuft in Momo-Manier rückwärts an der gemütlich schlendernden Astrid und Jane in langem Kleid vorbei und über die Ziellinie!).

Warum Momo?

Als Kind fand ich den Gedanken faszinierend, dass Momo ganz allein im Amphitheater lebte. Wenn man mit 3 Geschwistern aufwächst, ist das eine nur allzu verlockende Vorstellung. Als Erwachsene beeindruckt mich die Geschichte eher durch ihre Symbolik. Für mich nimmt das Buch all das kritisch ins Visier, was auch ich in den letzten Jahren immer stärker ablehne: die Gier nach größer/besser/schneller/billiger, gedankenloser Konsum und Zeitarmut, unter der jeder zu leiden scheint. Momo verdeutlicht uns, dass eigentlich nur der Mensch wichtig ist – das Miteinander, Gemeinschaft, Zeit für einander. Momo ist mein Herzbuch, „[d]enn Zeit ist Leben. Und das Leben wohnt im Herzen.“ (Momo, Michael Ende, S. 61)

Ach, und ich will euch natürlich nicht die Entstehung meines „Herzbuch“-Bildes vorenthalten. Denn wir wissen doch alle, Bilder sind nie so easy-peasy geschossen, wie es im Internet immer so scheint….. 😉

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