Eines mal vorweg. Ich bin keine Krimileserin. Ich glaube, in den letzten fünf Jahren habe ich gerade mal zwei, vielleicht drei Krimis gelesen. Ich weiß nicht woran das liegt, aber ich greife extrem selten zu einem Krimi…

Und trotzdem hatte ich am Freitag viel Spaß bei der Lesung der Berliner Krimiautorin Elisabeth Herrmann!

Meine Schwester Nina hat schon ein paar Bücher der Autorin gelesen und wollte unbedingt zu der Lesung – und da die Lesung von unserer Lieblingsbuchhandlung, der Buchhandlung Friebe mit Cafe, organisiert wurde und ich weiß, dass man bei Veranstaltungen der Buchhandlung immer viel Spaß hat (egal, ob man eine Harper-Lee-Verfilmung schaut oder selbst ein Buch vorstellt), habe ich Nina natürlich begleitet.

Lesung Elisabeth HerrmannUnd ich habe es keine Sekunde bereut!

Die Villa Folke Bernadotte war sehr schön als Location gewählt und hat der Veranstaltung gleich eine tolle Atmosphäre verliehen. Nina und ich haben sogar noch Plätze in der ersten Reihe erwischt, wo wir unsere Beine ausstrecken und ich zudem noch gute Fotos schießen konnte.

Dann noch schnell eine Apfelschorle geholt und schon ging’s los. Elisabeth Herrmann las verschiedene Passagen aus ihrem neuen Buch „Totengebet“ (dem fünften Joachim-Vernau-Krimi) vor und die Zeit verging wie im Flug, sag ich euch. Die Abschnitte waren sehr gut gewählt – spannend, ohne zu viel von der Handlung zu verraten und mit ihrer Stimme könnte die Autorin wohl auch Einkaufzettel so vorlesen, dass man ihr wie gebannt an den Lippen hängt!

Nach dem Vorlesen hat sie noch einige Fragen beantwortet – zur Wahl der Schauplätze, welche Projekte als nächstes anstehen und zum Schreiben allgemein.

Lesung Elisabeth HerrmannBesonders schön fand ich dabei ihr Plädoyer für den Glauben an sich selbst und die eigenen Geschichten. Sie meinte, man solle lieber mit etwas untergehen, das man liebt, als etwas zu schreiben, an dem man keinen Spaß hat, nur weil das Thema gerade im Trend liegt. [Das sind jetzt natürlich nicht ihre exakten Worte, aber ich hatte ja auch kein Tonband mitlaufen…]

Mich hat diese Lesung darin ermutigt, auch mal wieder außerhalb meiner gewohnten Genres zu lesen und sobald meine Mutter „Versunkene Gräber“ ausgelesen hat (und ich meinen Jane-Austen-Marathon beendet habe), werde ich mich an das Werk machen. Vielleicht werde ich ja noch zum Krimifan.

Wenn nicht, dann bin ich zumindest jetzt schon mal ein Fan von Elisabeth Herrmann.

 

Wie Nina den Abend fand, könnt ihr übrigens auf ihrem Blog nachlesen – hier geht’s lang.

 

Totengebet. Elisabeth Herrmann. 2016. Goldmann. ISBN: 978-3-442-48249-8

 

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