Um es mal vorweg zu sagen: Ich bin großer Jojo-Moyes-Fan. „Ein ganzes halbes Jahr“ habe ich verschlungen (auch wenn ich mit dem Ende nicht einverstanden war). Und auch die danach folgenden Bücher fand ich gut. Sie lassen sich leicht runterlesen und sind einfach lockere Unterhaltung. „Ein Bild von dir“ und „Die Tage in Paris“ fand ich hingegen durchwachsen…

Zum einen mag ich Romane oder Filme mit Zeitsprüngen eh nicht so sehr. Meist gefällt mir eine der beiden „Zeiten“ besser als die andere und dann fange ich an den einen Handlungsstrang zu überfliegen, weil ich wissen will, wie es bei dem anderen Handlungsstrang denn nun weitergeht. Und so war es auch bei diesen beiden Romanen.

Die Handlung um Sophie und Édouard fand ich sehr spannend und gut geschrieben. Ich habe richtig mit den Charakteren mitgefühlt und konnte ihre Ängste während des 1. Weltkrieges förmlich spüren. Liv (aus der zweiten Storyline) ist mir jedoch von Anfang bis Ende eher ein Rätsel geblieben. Viele ihrer Handlungen konnte ich nicht ganz nachvollziehen, noch dazu wirkte sie auf mich sehr sprunghaft, orientierungslos und widersprüchlich. Wenn Jojo Moyes genau das erreichen wollte, hat sie es mit Bravour geschafft, doch mir fiel es dadurch schwer, Mitgefühl mit Liv zu haben.

Ich hatte noch die Hoffnung, dass das kleine Büchlein „Die Tage in Paris“ etwas mehr Licht in die Dunkelheit von Livs Vergangenheit und ihre Ehe mit David bringen würde. Doch ehrlich gesagt konnte ich nach dem Buch noch weniger verstehen, warum Liv David so nachgetrauert hat.

Wer Jojo Moyes mag, für den lohnt sich das „dicke“ Buch – aber eigentlich nur wegen der Geschichte um Sophie und Édouard. Das „dünne“ Buch lohnt sich überhaupt nicht. Also die 8 Euro besser sparen und vielleicht in „Morgen kommt ein neuer Himmel“ investieren…

 

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