Vor knapp zwei Wochen war ich bei einem Vortrag von Nadine Schubert und heute möchte ich euch endlich ihr Buch vorstellen – „Besser Leben ohne Plastik“.

Wer Frau Schubert nicht kennt – sie bloggt seit ein paar Jahren auf „Besser Leben ohne Plastik“ (früher „Frau Schubert bloggt“) und auf ihrem Blog geht es hauptsächlich um die Vermeidung von Plastik.

Natürlich kam ich nicht umhin, mir bei ihrem Vortrag auch das Buch zu kaufen, das zu dem Zeitpunkt nicht mal einen Monat nach Erscheinen in der ersten Ausgabe ausverkauft war!

Das Thema Plastikvermeidung und generell Müllvermeidung liegt mir seit einiger Zeit sehr am Herzen. Vor zwei oder drei Jahren hatte mich eine Freundin auf den Film „Plastic Planet“ aufmerksam gemacht. Der Film zeigt, wie erschreckend schädlich Plastik nicht nur für die Umwelt ist (in der Herstellung sowie als Abfallprodukt), sondern auch für unsere Gesundheit. Daher finde ich, ist es ein wichtiges Thema, über das sich viel zu wenige Menschen Gedanken machen.

Die Probleme, die Plastik mit sich bringt, verdeutlicht auch Nadine Schubert in ihrem Buch, das sie zusammen mit Anneliese Bunk geschrieben hat. Die Autorinnen erklären im ersten Teil des Buches, welche Arten von Plastik es gibt, wie Plastik uns und der Umwelt schadet und geben erste Alternativen in Sachen Verpackung. Obwohl ich schon viel über Plastik und seine Gefahren wusste, war es doch noch einmal erschreckend, über den vollen Umfang der negativen Auswirkungen von Plastik zu lesen. Wenn man diese Informationen gebündelt liest, möchte man am liebsten alles Plastik aus seiner Umgebung sofort entfernen und ich habe mich vor allem gefragt, wie die Menschheit überhaupt auf die Idee gekommen ist, so ein absolut schädliches Material zu erfinden und das dann auch noch als super zu vermarkten?!

Besser Leben ohne Plastik - der Inhalt

Nach diesem ersten Teil, der sicherlich viele, die sich noch nicht mit dem Thema befasst haben, ziemlich schocken wird, folgen dann in den weiteren Teilen des Buches wertvolle Tipps, wie man auf umweltfreundliche Weise anfangen kann, Plastik langsam aus seinem Umfeld zu verbannen und welche Alternativen es gibt. Angefangen von Produkten für die Körperpflege und den Haushalt, über Lebensmittel bis hin zu Kleidung werden quasi die Basics der Plastikvermeidung erklärt.

Rezepte, Rezepte, Rezepte!Im letzten Teil des Buches folgen dann konkrete Rezepte für Chips, Gummitiere, Schoko-Brotaufstrich und vieles mehr, was man in Läden meist nicht ohne Plastikverpackung anfindet. Die Rezepte mit Mengenangaben sind wirklich super erklärt, sodass man sie problemlos nachmachen kann – ich bin leider noch nicht dazu gekommen, aber die Chips und die Schokocreme stehen ganz oben auf meiner To-Do-Liste!

 

Ganz hinten findet man dann auch noch eine Liste mit Internetseiten, auf denen man plastikfrei einkaufen kann sowie die Einkaufsläden in Deutschland, in denen bewusst auf Verpackungen verzichtet wird und ein plastikfreier Einkauf möglich ist.Natron!

Für mich war vor allem der Teil mit den Rezepten und die Liste mit den Internetseiten und Läden sehr interessant. Viele Alternativen, die vorgestellt werden, hatte ich in meinen Alltag schon umgesetzt (dazu zählen Shampoo-Bars, Seifen, Zahnputztabletten und der Alleskönner Natron). Das liegt vor allem daran, dass ich schon seit über einem Jahr ZeroWaste- oder NoPlastic-Blogs wie den von Nadine Schubert, Lauren Singer, widerstandistzweckmaessig oder Wasteland Rebel lese.

Auch im Bad geht's ohne PlastikFazit: Mit „Besser Leben ohne Plastik“ ist es Anneliese Bunk und Nadine Schubert gelungen, viele Informationen rund um Plastik und seine Gefahren gebündelt auf verständliche Weise zu präsentieren. Die Autorinnen geben wunderbare Tipps, wie man Plastik vermeidet bzw. welche Alternativen es zu Plastik gibt. Ich kann dieses Buch allen „Einsteigern“ wärmstens empfehlen, alle fortgeschrittenen Plastik-Vermeider finden vor allem im hinteren Teil des Buches nützliche Tipps zum Nachmachen!

 

 

 

 

3 thoughts on “Besser Leben ohne Plastik – Anneliese Bunk & Nadine Schubert

  1. Hallo Sarah!

    Habe gerade Deine Rezension hier entdeckt und freue mich sehr, dass Du bei dieser Gelegenheit auch auf meinen Blog verlinkt hast!

    Ich beneide Dich ja darum, dass Du einer Lesung auch direkt beiwohnen konntest, da ich in Ö wohne, wird das leider vermutlich nicht passieren.

    lg
    Maria

    1. Liebe Maria,
      ja, na wenn es um Nachhaltigkeit, Müllvermeidung und generell besonnenen Konsum geht, finde ich, kommt man an deinem Blog gar nicht vorbei!
      Ich war damals auf der Suche nach einer Lösung, meine Kopfhörer zu reparieren und bin dabei auf deinen Artikel gestoßen. Meine Kopfhörer sind seitdem schwarzumhäkelt – und bin treue Mitleserin auf deinem Blog. :)

      Ja, solche Veranstaltungen sind einer der wenigen Vorteile einer Großstadt wie Berlin. 😉
      LG Sarah

      1. Hallo Sarah!

        Oh – aufgrund der Kopfhörer bist Du zu meinem Blog gekommen, das freut mich ganz besonders. Das war mein erstes großes Widerstandsprojekt und so hat es für mich einen besonderen Stellenwert. Die Kopfhörer gibt es übrigens noch immer :-)

        Wie schön, dass Dir das auch so gut gelungen ist und Du immer wieder bei mir mit liest.

        lg
        Maria

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